Spielefreun.de
UNO oder SOLO


Die beiden Spiele sind sich sehr ähnlich; beides sind im Prinzip Weiterentwicklungen von Mau-Mau, bei Solo gibt es lediglich die ein oder andere Funktionskarte mehr. Das Spiel gibt es wahrscheinlich noch unter etlichen anderen Namen.

Besonders in größeren Gruppen machen die folgenden Optionen viel Spaß:

Hat ein Spieler die identische Karte (Farbe + Zahl bzw. Funktion) auf der Hand, die gerade ganz oben auf dem Ablagestapel liegt, darf er sie außer der Reihe abwerfen. Er muss dabei jedoch schneller sein als der Spieler, der eigentlich am Zug ist, andernfalls ist sein Abwerfen ungültig. Im Zweifelsfall gilt die Karte als schneller gespielt, die weiter unten auf dem Stapel liegt.
Das Spiel geht bei dem Spieler weiter, der nach dem zwischenwerfenden Spieler drankommt (es sei denn, der Zwischenwerfer war zu langsam). Somit werden die Spieler zwischen dem Spieler, der die erste Karte ausgespielt hat und dem, der zwischengeworfen hat, übergangen.
Ist ein Spieler am Zug und hat zwei identische Karten auf der Hand, darf er sie beide gleichzeitig ablegen.
Anmerkung: Diese Regel ist bei Solo bereits vorgesehen, bei Uno nur als Variante („Jump-In“) in neueren Auflagen.

Wenn der von einer +2-Karte betroffene Spieler selbst auch eine +2 legen kann, so wird addiert und der folgende Spieler muss vier Karten aufnehmen. Dasselbe gilt für weitere +2-Karten, nicht jedoch für +4-Karten.
Diese Option kann natürlich auch mit Zwischenwerfen kombiniert werden.
Anmerkung: Diese Regel ist bei Solo bereits so ähnlich vorgesehen, nicht jedoch bei Uno.

Die +4 mit Farbwahl darf nur dann ausgespielt werden, wenn der Spieler die aktuelle Farbe nicht bedienen kann. Ist der von der +4 betroffene Spieler der Auffassung, dass die Karte zu unrecht ausgespielt wurde, so kann er den vorherigen Spieler herausfordern. Dieser muss ihm dann durch Vorzeigen der Karten nachweisen, dass er die Farbe tatsächlich nicht bedienen konnte. Kann er dies bestätigen, so muss der herausfordernde Spieler statt vier nun acht Karten aufnehmen. Wurde er hingegen überführt, die +4 unrechtmäßig ausgespielt zu haben, oder weigert er sich, sein Blatt vorzuzeigen, so muss er selbst die vier Karten ziehen.

Wer keine spielbare Karte hat, muss solange Karten vom Nachziehstapel aufnehmen, bis er eine ablegen kann.

Für diese Variante wird ein Spielleiter benötigt, der am besten nach jeder Runde reihum wechselt. Für jede Unhöflichkeit oder Nachlässigkeit eines Spielers erhält dieser eine Strafkarte vom Spielleiter (vom Nachziehstapel). Der Spielleiter muss sofort begründen, weshalb er die Strafkarte vergibt, wobei aber eine gewisse Willkür erlaubt ist.
Strafwürdig ist insbesondere folgendes Verhalten:
  • Fluchen, schimpfen oder meckern.
  • Schadenfreude, wenn ein anderer Spieler eine Karte ziehen muss.
  • Pennen: Mehrere Sekunden keine Karte ablegen bzw. nachziehen, obwohl man am Zug ist.
  • Dumme Frage: Während des gesamten Spiels sind Fragen verboten, egal, ob sie im Spielzusammenhang stehen oder nicht (klassisches Beispiel: „Bin ich dran?“ – gibt gleich zwei Karten, eine für die Frage und eine fürs Pennen). Es ist jedoch erlaubt, Fragen in Form eines Aussagesatzes zu stellen („Ich frage mich gerade, ob...“).
  • Falsche Karte: Eine Karte ablegen, ohne am Zug zu sein (passiert leicht in Kombination mit Zwischenwerfen für den langsameren Spieler), oder eine unpassende Karte ablegen.
  • Vergessen, „danke“ zu sagen, wenn man eine Karte vom Spielleiter bekommt. In der verschärften Variante muss man auch noch in höflichem Tonfall „danke“ sagen :-)
Achtung: Diese Variante ist nur in der „richtigen“ Spielrunde spielbar – manch einer mag beleidigt sein, wenn er mehrere Strafkarten hintereinander bekommt! Besonders lustig wird es, wenn der Spielleiter auch sich selbst mal eine Strafkarte verpasst.

Manchen Zahlenkarten werden bestimmte Funktionen zugewiesen. Bei neueren Uno-Auflagen sind diese Funktionen teilweise schon als Varianten in der Spielregel enthalten.
  • 0: Alle Spieler müssen ihre Handkarten an den jeweils nächsten Spieler weitergeben.
    Handelt es sich bei der 0 um die letzte Karte eines Spielers, wird die Weitergabe noch durchgeführt – der aktuelle Spieler gewinnt also nicht, sondern der nach ihm.
    Anmerkung: Bei Solo gibt es hierfür eine eigene Karte mit Symbol.
    Alternative: Alle Spieler müssen ab sofort vollkommen still sein. Wer etwas sagt oder auch nur laut lacht, muss sofort eine Strafkarte ziehen. Erst wenn erneut eine 0 gespielt wird, darf man wieder sprechen.
    Alternative zur Alternative: Alle Spieler dürfen nicht mehr sprechen, sondern müssen stattdessen singen.
  • 7: Der Spieler, der die 7 abgelegt hat, ist gleich nochmal am Zug. Der Zug MUSS durchgeführt werden – sollte die 7 die letzte gespielte Karte gewesen sein, muss der Spieler eben eine neue Karte nachziehen (und nicht vergessen, „Uno“ zu sagen, weil er am Ende seines Zuges nur noch eine Karte auf der Hand hat).
    Alternative: Der Spieler tauscht seine Handkarten mit einem Mitspieler seiner Wahl. Er kann auf den Tausch nicht verzichten.
    Von dieser Variante rate ich jedoch ab, da ein Spieler, der schon viele Karten auf der Hand hat, sonst einfach so lange Karten „sammeln“ wird, bis er eine 7 bekommt.

    Anmerkung: Bei Solo gibt es hierfür eine eigene Karte mit Symbol. Bei Solo wird mit der Alternativregel gespielt.
  • 9: Jeder muss mit der Hand auf den Ablagestapel klatschen. Wer als letzter klatscht (d. h. wessen Hand am weitesten oben liegt), muss eine Strafkarte ziehen. Wer klatscht, obwohl keine 9 liegt (passiert leicht bei einer 6), zieht ebenfalls eine Strafkarte.
  • Blanko: Eine Blanko-Karte ist eine leere Karte oder eine, die auf beiden Seiten das Uno-Logo hat, die jedenfalls normalerweise im Spiel nicht gebraucht wird. Sie hat die Funktion einer Abwehrkarte und kann nach einer +2-, +4-, Farbwahl-, Überspringen- oder 7er-Karte gespielt werden. Der Angriff fällt dabei auf denjenigen zurück, der die Angriffskarte gespielt hat.
    • auf eine +2- oder +4-Karte gespielt bewirkt sie, dass der vorherige Spieler selbst die entsprechende Kartenzahl ziehen muss;
    • auf eine Farbwahlkarte gespielt bewirkt sie, dass der Spieler mit der Blanko-Karte nun selbst eine Farbe wählen darf;
    • auf eine 7er-Karte darf sie nur von dem Spieler gespielt werden, der als „Tauschpartner“ ausgesucht wird – er darf dann den Tausch verweigern (falls überhaupt mit dieser 7-er-Variante gespielt wird);
    • auf eine Überspringen-Karte gespielt bewirkt sie, dass der Übersprungene statt seines normalen Zuges eine seiner Handkarten an den Spieler vor ihm gibt.



Kommentare, Wünsche und Fragen bitte per Mail an mich!


Counter Besucher seit dem 26. Januar 2007   –   Letzte Änderung: 02. August 2016
zurück zur Hauptseite

UNO ist ein eingetragenes Warenzeichen der Mattel GmbH. Alle Rechte vorbehalten.
Solo ist im Verlag Amigo erschienen und funktioniert nach demselben Prinzip.
Dies ist lediglich eine Fanpage und mit den Verlagen nicht verbunden und nicht von ihnen geprüft worden.